Wie nimmt man eine Orgel auf?

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Ben das Brot
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Benjamin Hartwich
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Ben das Brot ist seit vielen Jahren Organist und hauptberuflich Veranstaltungs- & Tontechniker. In diesem Podcast zeigt er mir anhand der Lutherkirche in Baden-Baden, wie man eine Orgel aufnimmt, aber auch wie in manchen Gemeinden die Orgel langsam verfällt.

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Eindrücke der Orgel in der Lutherkirche:

7 comments On Wie nimmt man eine Orgel auf?

  • Die Aufnahmetipps blieben aber sehr an der Oberfläche und waren nicht selten auch einfach falsch. Raummikrofone, MP3 usw.
    Und das Thema Kugel / Niere kam ja gar nicht vor, obwohl Deine Enttäuschung über die KM184 in dieser Situation genau daher rührt.
    Seid mir nicht böse, aber das war eben genau so ein „Irgendwas-mit-Medien“-Gerede!

    • Es steht dir frei durch Fachwissen zu glänzen. Ich führe Gespräche mit Leuten und wenn wir merken, dass das Thema abgehandelt ist es geht es weiter. Ob wir damit am Ende an der Oberfläche bleiben oder ganz tief ins Thema gehen können, hängt von der Situation ab. Der Orgelpodcast ist keine Fachpodcast zum Thema Audioaufnahme. Wenn es sich in künftigen Podcasts ergibt, etwas zu ergänzen oder zu vertiefen, kann man auf das Gespräch referenzieren.

    • Lieber Axel, zunächst einmal tut es mir leid, bei dir wohl gewissen Unmut mit meinem „Irgendwas-mit-Medien“ geweckt zu haben. Mit der Tiefe der Thematik hat Benjamin recht, irgendwo muss man mal einen Punkt setzen. Es ist auch nicht die Aufgabe des Orgelpodcasts derart in die Tiefe zu gehen, es sollen wertvolle Tipps für Einsteiger genannt werden! Mich würde im einzelnen gerne interessieren wo du fachliche Fehler siehst. Ich bitte dich um Stellungnahme. Das „Thema Kugel / Niere“, ich denke du meinst „Richtcharakteristik“ generell führte eben zu weit, wir sind nicht mehr dazu gekommen, daher verwiesen wir beide nochmal darauf man könne sich sehr gerne mit mit in Verbindung setzen um noch mehr Details zu erfahren. Mir ist sehr wohl bekannt dass man in großen Räumen auch mit MS Mikrofonen beeindruckende Ergebnisse erzielen kann. Und über Benjamins Situation mit KM184 mag ich mir eigentlich kein Urteil erlauben, da spielen, wie du sicherlich weißt, einige Faktoren eine Rolle. Wobei man eine negative Beeinflussung des Klanges mittels zwei sehr hochwertigen Mikros mit Nierencharakteristik mit Sicherheit ausschließen kann. Vielleicht kannst du deine Anregungen einmal ausführen, weil eine derart substanzlose Kritik eher unprofessionell wirkt. LG Ben

      • Lieber Ben,
        ich bitte um Vergebung, dass ich zeitlich bedingt nicht alles aufgreifen kann. Dazu müsste ich ja das Ganze auch nochmal anhören.
        Aber nur dazu:
        „Wobei man eine negative Beeinflussung des Klanges mittels zwei sehr hochwertigen Mikros mit Nierencharakteristik mit Sicherheit ausschließen kann.“

        Ist Dir nicht zum Beispiel der physikalisch bedingte Frequenzgang von Druckgradientenempfängern bekannt? Oder die Vor- und Nachteile von Laufzeit-und Intensitätsstereofonie? Was soll man davon halten, wenn jemand Mikrofone „auf die Orgel ausrichtet“ und offensichtlich nichts von Aufnahmetechniken weiß, zum Beispiel, dass der unsichtbare Aufnahmebereich etwas anderes ist als der sichtbare Achsenwinkel von Mikrofonen. Und wurde nicht empfohlen, Druckgradienten in AB-Laufzeitanordnung aufzustellen? Was soll das bringen? Was soll allgemein die empfohlene Substitution einer Hauptmikrofonanordnung durch Stützmikrofone auf der Empore und Raummikrofone in den Bänken? Und vieles mehr!
        Vielleicht sind ja auch die Grundlagen der Stereofonie nicht präsent?
        Ich würde Anfängern(!!) die Homepage von Eberhard Sengpiel (verstorben) empfehlen. Übrigens auch der Firma Zoom, damit sie irgendwann mal in der Lage ist, Gebrauchsanleitungen ohne offensichtliche Fehler zu verfassen.

        Ich bin nun allerdings raus!

        • Schade dass du „raus“ bist lieber Axel, leider gehst du auf die vorher genannten „Fehler“ nicht ein, was ich schade finde. Denn wie du ja sicher weißt kann man in dem Segment immer dazulernen. Nun habe ich dir ja schon genannt, dass wir auf das Thema Richtcharakteristiken überhaupt nicht eingegangen sind, mir ist natürlich bedingt durch meine Arbeit bekannt dass bestimmte Richtcharakteristiken andere Druckgradientenanteile haben und somit der Frequenzgang variiert. Ich habe mit dem von dir zitierten Satz lediglich gemeint: wenn der Aufstellort gut wählt wird und die Kapseln zueinander richtig aufgestellt sind, ist ein von Benjamin genanntes Fehlerbild unwahrscheinlich! Denke daran, man versucht hier Anfängertipps zu geben ohne sich groß in physikalische zu ergehen. Meine Formulierung ist vielleicht hier und da nicht gut gewählt, das gebe ich zu.

          Sicher ist AB Laufzeitanordnung grundlegend nicht der beste Weg (wobei ich das nicht abtun würde, die Orgel ist kein singuläres Schallereignis), da gebe ich dir recht, aber es erschien mit in der Kürze der Zeit einfacher zu erklären als eine XY oder ORTF Intensitätsanordnung.

          „Was sollen Stützmikrofone“…. Stützmikrofone sind dazu da die Orgel MIT Raumanteil einzufangen, stell dir vor, die Organisten haben oft einen Zoom auf der Orgelempore, dass man da einfach drauf zugriff hat. Ist dir das nicht klar, dass eine Orgel auf der Orgelempore, bzw. 3-4m entfernt vom Prospekt gravierend anders und trockener klingt als unten im Kirchenraum, zumal man den Gemeindegesang direkt außen vor lässt? Achtung ich spreche hierbei über Amateuraufnahmen, die meist alleine stattfinden und nicht um professionelle Aufstellungen, wo man sich den Sweetspot der Orgel im Raum frei aussuchen kann. Zudem gibt es Räume mit schlichtweg schlechter Akustik. Dass ich das hier erläutern muss steht in krassem Kontrast du deiner Schreibweise!

          Sengpielaudio ist mir auch sehr wohl ein Begriff, zudem bezweifle ich, dass du hier über die Kommentarfunktion einen Funktionär der Firma Zoom erreichst. Schade dass du nun hier „raus bist“, da du immer noch von „vielem mehr“ sprichst ohne es konkret zu spezifizieren. Gerne kannst du mich kontaktieren: benschneider@gmx.de

    • Ein weiterer Tipp fürs Haupt- oder Raummikrofon:

      Unbedingt Druckempfänger („echte Kugeln“, z.B. Neumann KM183) in AB-Anordnung aufstellen. Nur Druckempfänger können gerade die tiefen Frequenzen so realitätsgetreu abbilden. Aus dem einfachen Grund, dass unsere Ohren ebenfalls Druckempfänger sind 🙂

      Stereobasisbreite und Abstand zur Schallquelle (Stichwort Hallabstand) sollten natürlich ebenfalls gut gewählt sein…

  • Sebastian Kaldewey

    Ich spiele jede Woche regelmäßig Orgel in unseren Messen (32 Register, 2 Manuale, R.v. Beckerath) und nehme seit einiger Zeit Orgel-Improvisationen für meinen Kirchenchor (als kleiner Gruß während des Lockdowns) auf. Die Thematik der richtigen Mikrofonierung der Orgel kam schnell auf, da mich das Aufnahmeergebnis nie zufriedengestellt hat. Da ich technisch nicht sehr versiert bin, war dieser Podcast genau der richtige Einstieg um mir Anregungen zu holen, vielleicht das ein oder andere Thema jetzt zu vertiefen. Wobei es oft schon sehr detailliert war. Und fantastisch für Menschen wir mich „heruntergebrochen“ auf ein verständliches Maß. Einer der besten Folgen hier für mich. Danke fürs erklären und für Eure Mühe. Besten Gruß! P.S. der „Java Jive“ zum Schluss war echt rhythmisch und farbig registriert. Schon sehr cool.

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